Psychotherapiepraxis Martina Woocker - - Dipl.-Psychologin/Heilpraktikerin (Psychotherapie) -
Das Abstinenz-Rausch-Syndrom
oder die Suche nach einem
Ersatz-Rausch/25.03.2020

Martina Woocker

Das Abstinenz-Rausch-Syndrom zeigt sich dann, wenn von dem abhängigkeitserkrankten Menschen während seiner abstinenten Lebensphase anstelle des Konsums seines ursprünglichen Suchtmittels - stoffgebunden oder nicht stoffgebunden - ein Ersatz-Rausch gesucht wird.

Dieser Ersatz-Rausch kann auf mehreren Wegen gewonnen werden.

Zunächst wird der direkte Weg über andere Menschen gewählt und in Form von Lob, Zuwendung und Anerkennung erhalten. Zu Beginn der Abstinenz erfolg dieses Lob für die getroffene Entscheidung, eine abstinente Lebensweise führen zu wollen.
Doch was passiert, wenn das Lob weniger wird, da sich die Menschen im Umfeld an diese abstinente Lebensweise des nun nicht mehr konsumierenden Menschen gewöhnt haben...??? Dann folgt der indirekte Weg......

Der direkte Weg, einen Ersatz-Rausch zu erhalten, geht also über das Lob, die Anerkennung und Wertschätzung, die andere Menschen dem (aktuell) abstinent lebendem Menschen geben.

Der indirekten Weg, den Ersatz-Rausch zu erfahren, ist angefüllt mit der Erzeugung von Situationen, in denen nicht nur, jedoch insbesondere die Menschen, die vormals so viel Lob gespendet hatten, manipuliert werden, quasi weiterhin in dieser Spirale der Huldigung und Wertschätzung gegenüber dem mittlerweile mit der Aufrechterhaltung seiner Abstinenzentscheidung kämpfende Mensch, zu bleiben.